Was ist der Sinn dieses Projekts? Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, mir genau ein Motiv auszusuchen und dieses dann über 12 Monate hinweg zu begleiten, um seinen Wandel während eines Kalenderjahres zu dokumentieren. Die Wahl fiel auf den alten Kirschbaum im Garten.
Januar 2021 -  Es ist kühl und die Natur liegt noch in wohl verdientem Winterschlaf. Neben kahlen Ästen zieren lediglich einige vereinzelte, tote Äste den Baum, welche optisch mit den ebenfalls erfrorenen Hagebutten der Rose im Hintergrund ein komplexes Geflecht ergeben.
Februar 2021 - Der Winter ist mit voller Kraft zurück gekehrt und ein Wetterphänomen namens "la Niña" bringt Schnee und Eiseskälte mit sich. Bei Tageshöchstwerten von -7°C, stahlblauem Himmel und einer tief stehenden Sonne, die warmes und weiches Licht spendet, springt der Finger wie von selbst zum Auslöser um diese Wunderwelt auf den Sensor zu bannen.
März 2021 - Mit einem wechselhaften Wetter aus Sonnentagen, Regenschauern und kurzen verschneiten Momenten zeigt die Natur diesen Monat ihr Vielseitigkeit und Wechselhaftigkeit. Doch eines bleibt immer gleich: Die Vögel freuen sich nach wie vor über ein bisschen kulinarische Unterstützung und bevor man auch nur "Meisenknödel" sagen kann ist der nächste auch schon leer gepickt und hinterlässt ein spannendes, strukturhaftes Wirrwar, welches besonders in schwarz-weiß besonders gut zur Geltung kommt.
April 2021 - Der Frühling ist nun endlich angekommen und mit ihm erwacht die Natur zu neuem Leben. Vögel bauen ihre Nester und suchen zwitschernd nach Partnern; Bienen, Hummeln und andere Insekten summen geschäftig von Pflanze zu Pflanze und auch der Kirschbaum steht in voller Blüte. Einmal im Jahr zeigt er sich in einer ganz besonderen, weißen Pracht und wenn man dann auch noch das Glück hat, einen Besucher an einer Blüte anzutreffen, steht das Aprilmotiv ja schon fast von alleine fest.

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